Ein interessantes Rennnwochenende in Galiläa.

August 31, 2010

Kibbutz lifestyleDrei Stunden dauerte die Fahrt mit dem Bus von Jerusalem bis in den Bergigen Norden Israels,und es war schon Nacht als ich in Zevat ankam.Mit dem Auto gings dann noch 20 Minuten bis zum Kibbuz Tziv’on an der Libanesischen Grenze wo Ido Syrkin,der Veranstalter des Rennens mit seiner Frau und den drei Kindern lebt.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte,offenbarte sich ein ganz neues Israel.Anstatt der kahlen Wüste gab es Grüne Berge,Wälder und Obstplantagen.Indem der Start des ersten Rennens schon im 7 Uhr war und der  Kibbuz-Hahn die ganze Nacht aktiv war,war die Nacht aber recht kurz.Gefrühstückt wurde zusammen mit einigen anderen Fahrern die ebenfalls bei Ido übernachteten bereits um 5.Danach gings mit dem Rad zum naheliegenden Start was für den  schnellen Rennbeginn als aufwärmen auch notwendig war.

Gefahren wurde das Rennen auf einem 23km langen und sehr anspruchsvollen Rundkurs der einem alles abverlangte.Mit 60km war die Vormittagsetappe recht kurz,aber indem ich mich seit meiner Ankunft in Jerusalem um meine charity Aktionen und nicht ums radfahren gekümmert habe,plagte ich mich doch sehr.Vorallem den ständigen rhythmus wechsels eines Rennens bin ich nicht mehr gewohnt. Aber ich bin “durchgekommen” und startete nach einer kurzen “Siesta” auch beim Zeitfahren über 10 km.Die Strecke führte direkt an der Libanesischen Grenze und den Kontrolltürmen der Hizbollah vorbei wo 2006 noch blutiger Krieg herrschte und erst vorwenigen Wochen ein tödlicher Schusswechsel geschah.

Das 115km lange Rennen am Sabbat wurde am gleichen Perfekt abgesicherten Rundkurs gefahren wie am Vortag.Mit einem sehr schnellen Start und großer Hitze reichte meine Kraft aber nicht das Rennen zu beenden.Es gibt im Radsport keine Wunder,dazu hätte ich mehr trainieren müssen.Das Rennen wurde auf recht gutem Niveau gefahren und hatte auch einige WM Teilnehmer am Start.Der Highlight des Tages war aber sicher der Wein Verkostungsstand direkt im Zielbereich des Sponsors “Galil mountain winery” auf dessen Betriebsgelände auch Start und Zieleinfahrt ausgetragen wurde.

Am nächsten Tag zeigte mir Ido und seine Familie noch das Leben im Traditionellen Kibbuz,von denen es noch 270 in Israel gibt. Hier Leben Familien in einem Geschlossenem Dorf zusammen und bewirtschaften Ländereien die sich im Gemeinbesitz befinden.Alle eingehenden Erträge und Gehälter fliesen in einen  ”Topf” und werden nach Abzug von Steuern und den Kibbutz ausgaben in gleichen Summen an die Mitglieder verteilt.Kibbuze in denen auch im Gemeinsamen Speisesaal gegessen und die Kinder zusammen in separaten Unterkünften aufwachsten,gibt es nur noch wenige.”Car sharing” ist aber besonders hier im Kibbutz “Tziv’on” weiterhin ein Thema,schließlich ist man hier besonders Stolz Ökologisch und Naturverbunden zu leben.

Es war ein sehr interessantes Wochenende mit vielen neuen Bekanntschaften.Der Tel Aviv Cycling Club (www.tacc.co.il) hat auch gleich bei mir angefragt ob ich für einen Informationsabend wo ich meine Erfahrungen aus Rennsport und UnitedWorldTour für geladene Gästen zur Verfügung stehen würde.Wir haben bereits einen Termin für kommenden Sonntag Abend Fixiert.

Kategorien: News, On Tour
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